Aktuelle Projekte

Interaktive Touren zur Industriekultur in Schöneweide

Aufbauend auf den Ergebnissen von Praxisprojekten der letzten Jahre (z.B. eine Campus-Ausstellung und begleitende Webseite) erarbeiten die Studierenden dieses Semester zwei Actionbound-Touren. Diese sollen digital abrufbar sein: Über HTW-Webseiten, als Apps und über QR-Codes in der Umgebung. Die Geschichte des Campus Wilheminenhof (WH) sowie die Geschichte des Werks für Fernsehelektronik (WF) und hierbei insbesondere auch das Peter-Behrens-Gebäude sind das zentrale Thema. Jede Tour enthält historische und aktuelle Fotos, Texte, Objektfotos und kurze Stories. Eingebaut werden diese Elemente in informative Abschnitte sowie verschiedene Formen von Quizfragen und in diverse interaktive Aufgaben. Die Studierenden arbeiten in vier Arbeitsgruppen:
- Recherche zur Geschichte des Werks für Fernsehelektronik WF,
- Tour bzw. Bound zur Geschichte des Werks für Fernsehelektronik,
- Tour bzw. Bound zur Geschichte des Campus Wilhelminenhof, 
- Übergeordnete Aufgaben (Projektorganisation und -kommunikation). 

Kontakt: Prof. Dr. Tobias Nettke

Luftbild vom Campus Wilhelminenhof. © HTW Berlin / Phillipp Meuser

Aufarbeitung von Fotos des ehemaligen Fernsehelektronikwerks

Zu DDR-Zeiten arbeiteten in Oberschöneweide über 30.000 Personen in verschiedenen Werken, wie dem Kabelwerk Oberspree und dem Werk für Fernsehelektronik. Die Großbetriebe stellten die Produktion bis 2005 ein. Ihr materielles und immaterielles Erbe drohte somit aus dem kollektiven Gedächtnis zu verschwinden. Der 2009 gegründete Verein Industriesalon Schöneweide setzt sich zum Ziel, die Geschichte des Werks für Fernsehelektronik wachzuhalten, sammelt Erzeugnisse, Fotos und Berichte.

Die Studierenden helfen bei der Erschließung und Digitalisierung des Fotobestands. Dieser zeigt technische Entwicklungen, Studien, Mitarbeiterporträts, Empfänge und soziale Aktivitäten. Die angehenden Museolog_innen nehmen dazu die Basisdaten auf, ermitteln und verschlagworten Bildinhalte und formulieren Bildunterschriften. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind bei museum-digital einsehbar: bit.ly/2OJlgcB

Kontakt: Prof. Dr. Dorothee Haffner

Studierender begutachtet Foto-Negative. © HTW Berlin / Max Braun

Auf den Spuren deutscher Lateinamerikaforscher*innen

Das Ibero-Amerikanische Institut in Berlin verfolgt das Ziel eines ständigen kulturellen Austauschs zwischen Deutschland und Lateinamerika. Auf die Initiative von Lucio Matschke, Dozent des Moduls "Fotografische Sammlungen", startete im  Wintersemester 19/20 eine Kooperation zwischen Institut und Studiengang. Die Studierenden erschlossen und kontextualisierten Nachlässe deutscher Lateinamerikaforscher*innen.

Konkret ging es um die fotografischen Reisedokumentationen der Fotograf*innen und Forscher*innen Teobert Maler, Eduard Seler, Cäcilie Seler-Sachs und Paul Ehrenreich, die in den Jahrzehnten um 1900 entstanden waren. Die meist arrangierten Fotografien bezeugen das ethnografische, linguistische und kulturelle Forschungsinteresse ihrer Urheber. Sie zeigen aber auch Haltungen und Reaktionen der Menschen vor der Kamera. Die Ergebnisse wurden in Seminararbeiten festgehalten.

Kontakt: Prof. Dr. Susanne Kähler

Studierende vermisst das Passepartout. © HTW Berlin / Max Braun